Über dieses Projekt
Inmitten des geschichtsträchtigen Alleengürtels von Regensburg – einem Naturdenkmal im Besitz des bayerischen Staates – steht „Das Alte Schwesternwohnheim“. Errichtet zwischen 1864 und 1867, ursprünglich als Heimstätte für eine Schwesternschaft erbaut, diente es über Jahrzehnte hinweg als Ort der Ausbildung.
Die Marianische Männer-Congregation Regensburg „Mariä Verkündigung“ wurde 1592 gegründet. Sie ist eine ursprünglich jesuitische Sodalität und die älteste durchgehend bestehende Vereinigung von Gläubigen in Deutschland.
Ein besonderes Highlight ist die kunstvoll aufbereitete Bruchsteinwand, die bereits im Entree die historische Substanz des Hauses präsentiert. Mit Deckenhöhen von über 3,30 Metern bietet die Immobilie ein Raumgefühl, das in modernen Bauten kaum mehr zu finden ist. Selbst die kleinen Details erzählen Geschichten: Die charakteristischen Halbrundfenster im Dachgeschoss, die einst als „Fahnenfenster“ dienten, wurden originalgetreu wiederhergestellt.
Die behutsame Sanierung hat den Charakter des Hauses bewahrt, während modernste Annehmlichkeiten integriert wurden. Durch die damals fortschrittliche Planung der Etagentoiletten konnte ein moderner Aufzug vom Keller bis zum Dachgeschoss installiert werden, ohne die äußere Erscheinung des Altbaus zu beeinträchtigen. Besonders ist in dieser Lage auch die Tiefgarage.
Besondere Aufmerksamkeit wurde der Wiederherstellung der historischen Fassade gewidmet, unter anderem durch die Wiedereröffnung von Fenstern und die Verzierung der Fassade nach historischen Plänen aus dem Bauaktenarchiv. Das Konzept umfasst außerdem die Erneuerung der technischen Hausinstallationen, die Modernisierung der Oberflächen in den Wohnungen sowie den Ausbau des Dachgeschosses zu einer zusätzlichen Wohneinheit.
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